Leer-hilflos-gefühlslos-gefährdet-in Frage gestellt….
Kennt ihr das Gefühl der Leere? Manchmal überannt es mich. Ich bin sogar froh, wenn es in mich fährt, denn so überstehe ich Tag um Tag. Ich fliesse einfach mit der Zeit und denke nicht über die Missstände nach. Ich glaube sogar, dass so mein Leben wieder stabil werden kann. Die schlimmen Zeiten werden überbrückt und die freien Zeiten kann ich geniessen, indem ich nur die guten Gedanken herausziehe. Irgendwann gehen die schlimmen Zeiten vorbei, vielleicht sogar gänzlich. Ein Nachteil hat diese Leere: Ich bin mir meiner Selbst nicht mehr bewusst. Eine Trägheit kehrt ein, die mich auf den Boden zieht. Sie zwingt mich zu ruhen – zu vergessen. Vielleicht kann man es auch Einsamkeit nennen. Ich habe, dies sei deutlich gesagt, die Hoffnung fast verloren. Es gibt Dinge in unserer Kultur, vor allem in den älteren Versionen, die uns in einen Zustand von Glückseligkeit tragen. Dies bewerkstelligt sich sehr einfach: Bringe ein paar Menschlein in einen Raum, gebe Musik hinzu und ein bisschen Gewürz – dann rühre um. Natürlich braucht es dazu das nötige Kulturgut, welches uns die Situation akzeptieren lässt. Ich sehe die Menschen und was sie tun. Heute ist es das soziale Treiben, welches mich beunruhigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das schon immer so war. Die Wurzeln sind am wichtigsten. An ihnen kann man sich fast immer halten, falls ‘was schief geht. Der persönliche Kontakt ist einfach auf ein Niveau gesunken, das ich nicht akzeptieren kann. Ich versuche es immer wieder zu formulieren. Aber mir gelingt es irgendwie einfach nicht. Ich hoffe, meine Texte verhelfen im Ganzen zu Einsicht.

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