Integrität seiner Illusion

•2 September, 2009 • 4 Kommentare

Ein neuer Artikel verheisst nie Gutes. Ein normaler, gesunder Mensch hätte es nicht nötig, so etwas zu machen wie ich. Die Pseudoveröffentlichung meiner Gedanken erlaubt mir jedoch eine erleichternde Frustentladung.

So.

Ein Kind denkt nicht daran sich umzubringen. „Was ist das?“, denkt es, wenn jemand von Suizid spricht. Ein  etwas älteres Kind weiss was Suizid ist, würde jedoch nie auf den Gedanken kommen, sich umzubringen. „Warum auch?“, würde es fragen. Ein Jugendlicher möchte sich umbringen. „Verdammter Schulstress, verdammte Eltern, verdammte Drogen, verdammte Liebe, verdamm….[usw.]„, würde er denken. Die Blockade dazu ist jedoch noch zu stark. Normale Menschen vertreten: „Lebe um dein Leben“. Was so viel heissen soll wie: „Leben ist schöner als der Tod [oder so...]„. Ich meine, es braucht (ziemlich) viel, um jemanden zum Selbstmord zu bewegen. Also lebt der Jugendliche weiter.

1. Er möchte am liebsten ein ganz normales Leben haben.

2. Er möchte nicht mal an den Zweck des Lebens denken müssen.

3. Er möchte weiterleben.

4. Er möchte sterben.

Das geht ja wohl nicht auf.

Ein Erwachsener isst einen Apfel. Ein Erwachsener geht arbeiten. Ein Erwachsener legt sich ins Bett. Ein Erwachsener lebt – offensichtlich, wie ich sehe. Nur wird ihm auf Zeit vielleicht die Freude am Leben fehlen und wenn er stirbt („möglichst früh und auf natürlichem Wege“, denkt er sich), dann wird er sagen: „Ja, war schön gewesen.“, weil er seinen Hinterlassenen nicht noch mehr sorgen bereiten wollte.

Ich würde ja gerne zur Abwechslung schöneres Schreiben, aber „verdammtnochmal“, das Leben ist nun mal nicht schön! Und wenn das Leben ausnahmsweise schön sein sollte, dann fragt man sich: „Warum gerade jetzt und nicht schon vorher?“ und am nächsten Tag verreckt ein Mensch und man denkt sich: „Wir haben ja sowieso zuviele Menschen auf der Erde“. Und plötzlich ist das Leben so oder so gleich wie vorher. Ein langweiliges, mühsames Prozedere ohne Sinn und Zweck (ausgenommen die Vermürrischung der Menschheit). Vielleicht wünschte sich der eine oder andere Leser, dass ich das Leben ein bisschen mehr wertschätzen würde. Vielleicht später.

Es gibt sogar Menschen die sich Intuitiv gegen lebensfeindliche Gedanken wehren. Sie grenzen „Spielverderber“ aus. Lebenshasser werden ausgegrenzt, um die Integrität des eigenen Gedankensystems, das den Lebenswillen sicher stellt, nicht zu gefährden. War das zu kompliziert? Der Lebenswille ist nicht einfach da. Man muss sich etwas hervorfantasieren und vorgaukeln, damit man nicht Amok läuft. Das klingt alles nach Spinnerei. Und das ist es auch. „Was Menschen sich alles denken können“, denkt der Jugendliche und streicht seinen Punkt 4. „Ist einfacher“, denkt er.

Leere

•8 Juli, 2009 • Kommentar schreiben

Ich wünschte, ich könnte mit einem Blick, mit einem Atemzug oder einem Herzschlag mein ganzes Leben mitteilen – ohne Worte. Ein Leben mit Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen.

Ich erträume mir, wie dann alles klar sein muss für den Empfänger meiner Offenbarung. Alles verstehen zu können, vom Anfang bis jetzt, wäre mein Wunsch für den Jeweiligen.

Aber das geht ja ned. Also…….fülle ich euch mit Worten ab.

Da war noch gleich diese Leere. Als käme es auf nichts mehr an. Als würde man fallen. In ein tiefes Loch. (Oder als würde man von einem Gespenst gefressen ;) )

Genau. Das Leben hat keinen Sinn und wenn man denkt es braucht unbedingt einen, dann erfindet man schnell einen…Ich hab übrigens Durst gekriegt. Also, man liest(sieht) sich. Bis dann.

Herzfenster – Die einzige Öffnung

•30 Mai, 2009 • Kommentar schreiben

Jeden Tag spüre ich diese Spur von Möglichkeit. Jeden Tag versuche ich ihr zu folgen und muss jedes Mal wieder enttäuscht feststellen, dass sie abrubt aufhört. Oft schon glaubte ich, die Lösung gefunden zu haben, aber dann war es doch wieder nur eine Illusion. Abermals gebe ich auf, abermals schaue ich wieder auf, weil plötzlich ein sanfter Klang mein Gehör erreicht. Immerzu denke ich, die Erleuchtung ist irgendwo da draussen. Ich kann nichts dafür. Ich habe das Bedürfniss, diesen verdammten Grund herauszufinden, obwohl ich weiss, wieviele daran schon gescheitert sind. Im Hinterkopf werde ich die Vermutung nicht los, dass es nichts bringen wird. Trotzdem, um Himmels Willen, will ich es versuchen, mich auf den Weg machen, der Spur folgen. Das Leben ist für mich nicht einfach. Warum? Vielleicht bin ich einfach dumm! Und sowas reimt sich auch noch?! Ich meine, ich bin dumm in der Art, wie ich das Leben lebe. Wenn ich einen Menschen sehe, sein Gesicht, seine Gestalt, seine Ausstrahlung, dann kommt die schwarze Wolke immer näher, die mich umschlingt und abschottet. Ich verkrieche mich in mir selbst irgendwo da drinnen, im Herz vielleicht. Dort wagt es nämlich niemand hinein zu blicken. Ängstlich schaue ich aus dem Herzfenster heraus, die einzige Öffnung die es gibt. Ich lasse den grossen Bruder leben, die Hülle, das Aussehen, die Materie. Aber sie alleine kann nicht leben. Sie allein ist unsicher,verkrampft und instabil.

Es ist einfach, nur da zu stehen. Genauso einfach ist es, die Menschen nur zu beobachten. Und dann verlerne ich wie man kommuniziert. Worte, Mimik, Gestik, Innehalten – plötzlich ist vieles vergessen oder zerfetzt. Mühsam sammle ich die übriggebliebenen Fetzen auf.  Überall in der Vergangenheit sind sie zerstreut. Einmal will ich weise sein, erwachsen, und dann lebendig, ein Kind. Gegensätze sind eine Erfindung der Menschen und existieren nur im Kopf, genauso ist es, wie Hermann Hesse gesprochen hat. Es muss so sein! Ich hoffe, ein Erwachsener im Kind und ein Kind im Erwachsenen sein zu dürfen. Ich bin genauso am Ende wie am Anfang, erschöpft durch den Kampf mit der Welt, lebendig werdend durch die Einstimmigkeit mit mir selbst. Möge der Wind zum richtigen Ort wehen!

Ich habe keine Lust! Oh ja! KEINE LUST! Mein Schrei ist gedacht, aber fühlt sich an wie Stacheln, die aus der Haut spriessen. Mein Zimmer ist unaufgeräumt, die Träume dahingeschmolzen, die Hoffnungen aus dem Fenster geworfen, die Lebenslust unter der schweren Last der Unsinnigkeit erdrückt. Aber HALT! Das Leben ist noch nicht vorbei…

Was mir so einfällt

•28 Mai, 2009 • Kommentar schreiben

Der letzte Eintrag ist schon eine Weile her.

Bald kommen die Sommerferien. (Was für Möglichkeiten mich erwarten!)

Manche haben die Schnauze voll von der Schule. Am besten hören sie gleich auf in die Schule zu gehen, denn eine Ausbildung kostet sehr viel (Millionenbereich). Für das Kind wird vieles getan. Das aber nur, weil es für das Land später auch etwas tun wird. Sonst hätten die Investoren kein Interesse. (Was man nicht alles in der Schule lernt!)

Auch wenn der Mensch die Wahrheit kennt, wird er sie erst wahrnehmen, wenn sie einschlägt. Also wenn es schon fast zu spät ist. (Ich bin Optimist! Das ist anscheinend gesund!)

Das ist so’ne Sache mit den Kappen. Also ich meine diese Dinger, die man manchmal aus Lust trägt (Style) und manchmal als Nutzding (Sonnenkappe). Scheinbar ist es der Höflichkeit nicht förderlich, Kappen in Zimmern zu tragen. Manchmal sagen die Autoritäten auch einfach nichts. Haben sie resigniert? Ich trage Kappen auch, um das Haar an einem bestimmten Ort zu behalten.

Ich las ein Buch und plötzlich kamen mir alte Erinnerungen hoch. Kaum nimmt man sich etwas Zeit, fängt das Hirn zu verarbeiten an! Verarbeitung ist kein leichter Prozess. Schon so faul ist man! Man hetzt durch die Welt bis man tot ist, damit man über nichts nachdenken muss.

Es gibt Menschen, die erzählen irgendeinen Blödsinn, ohne den man auch leben könnte. Natürlich meine ich auch mich.

Ich denke in Kapazitäten. Irgendwann kann man einfach nicht mehr.

Ist es besser, nur etwas zu steigern oder viel Neues auf der untersten Stufe kennenzulernen?

Egal wie scheisse ein Mensch ist. Er ist immer noch ein Mensch. Und was ich dann unter GOOGLE (Ich weiss immer noch nicht wieso sie keine schwarzen Hintergründe haben, denn Röhrenmonitoren, das sind normalerweise die breiten Dinger, verbräuchten so weniger Energie!) dazu gefunden habe sieht so aus: Guckst du hier!

Staumauer

•28 April, 2009 • Kommentar schreiben

Plötzlich kann es einem sonderbar vorkommen, dass man schon wieder auf dem Fahrrad sitzt und zur Schule fährt. Oh, gestern war ja das letzte mal.

Gewohnheiten, also die immer wiederkehrenden Handlungen, rufen eine Langeweile hervor. Manche sind sensibel auf dieses Gefühl. Andere leben 10 oder 20 oder sogar noch mehr Jahre im selben Stil. Sie spüren vielleicht dieses Gefühl nicht: Der Fluss der Veränderung. Abgestandenes Wasser ist scheisse. Warum haben wir daheim überhaupt Mineralwasserflaschen? Wenn ich eine Flasche mal nur bis zu den letzten 2 dl austrinke und dann eine Weile stehen lasse, kann ich den Inhalt gleich weggiessen. Ein Fluss der fliesst, und eine Staumauer ist nunmal nicht schön anzusehen.

Ironisch: Medikamente waren ja sowas von cool. Zuerst hat man sie für den Körper benutzt. Man nannte das auch Doping, falls die Medikamente nicht zur Krankheitseindemmung eingesetzt wurden. Ist es so, dass Medikamente Krankheiten nicht heilen konnten? Warum wurden sie dann eingesetzt? Jedenfalls erschloss man nach einer Weile das Gebiet des Geistes (das Gehirn und so). Studenten fingen an Ritalin reinzuwerfen und konnten sich dann besser konzentrieren. Depressive Menschen (traurig sein wurde inzwischen als Krankheit eingestuft) bekamen schnell ein Antidepressiva reingestopft und prompt waren sie wieder bereit, von der Gesellschaft ausgelaugt zu werden. Der Radsport wie auch etliche andere Sportarten entwickelten sich zu Wettbewerben im Pharmabereich. Nun kam es nicht mehr drauf an, welcher Radler öfters trainiert hatte, sondern welcher Radler den besseren Stoff hatte. Am Anfang standen die Totesfälle (besonders wegen Überdosis) gross in den Zeitungen. Danach konnte man auf der letzten Seite links unten ganz klein eine Statistik bestaunen, die jeden Monat aktualisiert wurde. Da stand zum Beispiel:

Monat: Dezember

Todesfälle durch Überdosis: xxx

Tja, im Dezember haben wir halt Winter und der Mensch produziert teils wegen Lichtmangel weniger Glückshormone. Die Menschen nahmen also die Glückshormonpille.

Ich bin wer ich bin. Ein Mensch ist eigentlich schon ein bisschen scheisse (ironisch). Er könnte viel schöner sein. Zum Beispiel könnte ein Mensch Hasenfell tragen. Und dann würden wir uns an den Fellen frönen. Das schönste am Leben ist das Schlafen. Ich mein’s ernst. (Kennen Sie Spongebob?)

..ob es sich zu leben lohnt..

•15 April, 2009 • Kommentar schreiben

Sichtweise 1: Alles ist scheissegal…

Sichtweise 2: aber vielleicht doch nicht ganz.

Ist Freiheit, draussen  zu sein? Oder ist Freiheit, drinnen zu sein? Ist es überhaupt ein Ort? Ist es eine Zeit? Oder vielleicht ein Umstand? Ist vielleicht nicht Freiheit die Gefangenschaft?

Warum gibt es diese gewaltige Erkenntnis, von allem gäbe es ein Gegenteil?

Sonne Mond

Tag Nacht

Frau Mann

weiss schwarz

klein gross

dick dünn

heiss kalt

spitz stumpf

Liebe Hass

Der Mond scheint, weil die Sonne auf ihn leuchtet. Schaut man am Tag zum Himmel, sieht man blau, in der Nacht schwarz. Die Frau soll aus dem Rippen eines Mannes erschaffen worden sein. Schwarz sieht man, wenn auf weiss kein Licht fällt. Sieht man etwas in der Ferne, sieht man es klein, obwohl es vielleicht gross wäre. Negative Dicke gibt es nicht. Kalt heisst, das weniger Wärme vorhanden ist. Auch die spitzeste Spitze ist, wenn man genauer hinschaut, stumpf. Kann man wirklich hassen?

Ich komme zu der Überzeugung, dass es kein Plus und Minus gibt, sondern nur etwas mehr Plus oder weniger Plus. Macht aber, glaub ich, keinen Unterschied. Das ist ja auch irgendwie das Problem. ES MACHT KEINEN UNTERSCHIED. Wie soll man sich festlegen, wenn es nicht drauf an kommt. Wie hat sich unsere Kultur entwickelt? Zufallsgenerator angeschaltet?

Vielleicht sollte ich bedenken, dass „Leben“ gewisse Einschränkungen mit sich bringt, wodurch die Kriterien vorhanden wären, um sich festlegen zu können.

Festlegung 1: Ich muss essen, damit ich nicht sterbe, d.h, ich will leben. Es gibt aber Individuen, die sich nicht mal hier festlegen. Eine Festlegung gilt nach meiner Meinung nur, wenn sie für das ganze Leben gilt. Temporäre Festlegungen sind nicht gültig.

??? Ein Lebewesen legt nicht mal fest, ob es lebt, solange es kann? Zwar habe ich noch nie ein Tier gesehen, sich umzubringen, somit müsste ich die Erkenntnis auf „Mensch“ begränzen. Ein Mensch ist also eindeutig kein Tier. Die Evolution hat die Rasse Mensch soweit gebracht, dass sie sich nicht nur am erolgreichsten vermehren konnte und auf der Fressliste zuoberst steht, sondern sie hat dem Mensch sogar die Fähigkeit verliehen, sich selbst umzubringen. Und das nicht nur, um einen anderen Menschen zu retten, NEIN, einfach nur, um ihn entscheiden lassen zu können, ob es sich zu leben lohnt. Die Aufgabe eines Lebewesens ist es aber zu leben, also wie soll es sich nicht lohnen, zu leben? Eine Fehlfunktion?

Zielen

•8 April, 2009 • Kommentar schreiben

Die Welt wird irgendwie immer grösser. Vor ein paar Jahren habe ich nicht einmal daran gedacht, dass es mehr als mein Zuhause gäbe. Plötzlich gab es mehrere Dörfer und plötzlich hörte die Welt nicht mehr am Horizont auf. Sobald man eine Grössenordnung überwunden hat, kommt man zur nächsten. Ich bin ein Hobbyprogrammierer. Ich kanns eigentlich noch nicht. Vor ein paar Wochen hätte ich nie gedacht, ich könnte mal ein eigenes Game entwickeln, das meinen Vorstellungen entspricht, aber je mehr ich mich mit der Materie beschäftige, umso näher kommt das Ziel. Ich hatte am Anfang schon Freude, als ich eine Messagebox erzeugen konnte, nachdem ich auf einen Button geklickt hatte. Heute brauche ich das oft nur noch, um Variabeln zur Laufzeit zu überprüfen.

Ich habe ein Ziel. Mehr will ich gar nicht. Es ist nicht so, das ich nach jedem Fortschritt mein Ziel höher setze. Ich erreiche es und erst dann setze ich es höher.

Was ist eigentlich mein Problem?

•7 April, 2009 • Kommentar schreiben

Wenn mein Stift die Oberfläche eines Blatt Papiers berührt, oder wenn einer meiner Finger eine Taste anschlägt, dann heisst das eigentlich nichts Gutes. Normalerweise, so muss ich sagen, suche ich mittels der Schrift Ausdruck. Es ist ein Ausdruck, der sich auf andere Weise nur schwer meiner Vorstellung nähert. Ich schreibe, weil ich mir vormache, jemand anderem meine Welt erklären zu können, der sie sogar versteht. Dieser Jemand bin aber nur ich. Nur ich kann meine Welt verstehen. Ich schreibe mir selbst. Würde ich Selbstgespräche führen, käme das sogar mir komisch vor. Die Schrift ist still. Sie kommt nicht einfach wie der Wind und verschwindet genauso wieder. Sie ist wie Stein. Ich wünschte ich wäre irgendwo anders. Ich weiss, wieso mich die Demotivation plagt: Weil ich nicht weiss, was ich will. Ich weiss genau, was ich tun muss, um Erfolg zu haben, um dem Stress zu entgehen, aber ich weiss nicht warum ich das tun sollte. Heute kann ich sagen, ich finde mich scheisse. Morgen finde ich mich veilleicht wieder cool. Das Problem besteht auch hier: Was ist eigentlich mein Problem?

Wissen sie, Scheisse ist eigentlich immer direkt.

•30 März, 2009 • 1 Kommentar

Wissen sie, Scheisse ist eigentlich immer direkt. Warum sollte Scheisse auch indirekt sein? Es gibt immer nur einen Weg: Aus dem Loch – Ins Loch. Entschuldigen sie bitte diese Unhöflichkeit, aber was machen wir uns eigentlich daraus? Dass ich mich am Scheisseplumpsen freue? Wenn man bedenkt, dass mit Scheisse meine Worte gemeint sind, dann ja!  Wenn sie jetzt nicht gelacht haben, dann lüften sie ihr Gehirn mal kräftig durch.

Kürzlich ging mir ein Gedanke durch den Kopf: Wie kann ich meine Leistungen erhöhen? Ja, ich will das. Wenn ich nicht mal mehr das kleinste Problem in der Schule habe, dann kann ich mich meinem wirklichen Leben widmen. Die Schule ist nämlich nicht mein Zuhause und auch nicht mein Leben. Nun denn, nach meiner Theorie kann ein Mensch ein beträchtliches Stück mehr leisten, wenn es sein Wille erlaubt. Ich will also meine Psyche ändern oder mein Charakter oder meine Einstellung. Entweder ich sage mir:

„Du bist mein Werkzeug, tu was getan werden muss, damit ich meinen Hausaufgabenberg bezwingen kann“ Diese Variante hätte zur Folge, dass ich ein bisschen Zweiteilig werden würde und ich als Marionettenspieler meiner selbst ein klägliches Dasein fristen würde. Natürlich nur, bis der Berg abgebaut wäre.

oder ich sage mir:

„Ich will mein bestes geben! Ich will etwas erreichen!“ Somit wäre ich vereint mit meiner selbst und zusammen wären wir stark!

Gibt es überhaupt ein Ich und dann noch ein „meiner selbst“?  Also ich meine, ein Mensch überlegt dauernd so lange, weil er halt nicht nur EINS ist. Es gibt immer eine Stimme für etwas und eine Stimme gegen etwas. Wenn ein Mensch jemand anderes tötet, dann hatte dieser Mensch sicher auch eine Stimme, die ihm sagte: „Tu das nicht!“, aber das interessiert dann sowieso niemand mehr.

Vielleicht gäbe es auch eine Stimme, die einfach nichts sagt. Eine neutrale Stimme also. Und vielleicht eine vierte Stimme, die sagt: „Bring dich doch einfach um“. Und dann noch eine andere: „Ich liebe dich!“ War das gerade zu mir selbst? Naja, die Voraussetzung für Nächstenliebe heisst ja so: Liebe zuerst dich, damit du jemand anderes lieben kannst. Oder: Liebe deinen nächsten wie dich selbst.

Und dann noch: „Öppä scho.“

Also ich wünsche ihnen einen schönen Scheissabend

Das Herz herausgeschnitten

•27 März, 2009 • 2 Kommentare

Die Menschen leben schon ziemlich lange hier auf dieser Welt und wissen immer noch nicht, zu welchem Zweck. Entweder ist dieses Rätsel so was von schwierig, dass wir noch zu dumm dafür sind oder wir sind so schlau, dass wir uns gar nicht die Mühe machten/machen, es zu lösen.

Zeit hatten wir nämlich schon genug. Wann kam der moderne Mensch auf? Vor ein paar tausend Jahren?

Ich habe geshasst, und ich glaube ich hasse jetzt noch. Es war/ist aber kein Hass gegen die Menschen in meiner Umgebung, eher auf den Umstand. Aber indirekt waren/sind dann trotzdem die Menschen um mich Schuld. Schuld trägt der, der mir solches Leid zugefügt hat/zufügt. Was ist schon Schuld? Wenn man es genau nimmt ist jeder für alles Schuld. Schon nur das Dasein beeinflusst anderes Dasein. Schuld haben ist unumgänglich. Teil haben aber auch. Ich versank/versinke in einem Gefühlschaos, dass mich zu Grund und Boden erschlug/erschlägt.

Man sagt der Mensch hat eine Seele. Ja das hat er, auch wenn es nur eine Umschreibung ist. Wie kann es einem schlecht gehen, wenn man keinen Hunger leidet, keine Verletzungen trägt, eine Mutter, einen Vater, eine Familie hat? In diesem Fall ist die Seele betroffen. Das Herz wurde mit dem schärfsten Messer der Welt geschnitten. Mit einem Messer, das nicht mal Materie besass.

Ich hatte den Sinn verloren, ich wollte mich umbringen. Es scheint, als ist der Sinn des Lebens die Aufgabe, selbst einen Sinn zu finden. Wenn man von niemandem geliebt wird, dann fehlt schnell mal die Motivation. Grundsatz 1 : Der Mensch lebt, weil auch noch andere Menschen leben. Ich habe gefühlt, ich sei allein auf dieser Erde.

Ich habe weitergelebt, weil ich die Zukunft gefühlt habe. Ich wollte nicht sterben, habe aber erkannt, das man nicht nur durch körperliche Verletzungen sterben kann. Ich lag schwer krank im Seelenbett. Gegen Seelenkrankheiten wird man nicht immun, man kann nur warten, bis die Erreger von selbst sterben.                           WARTEN….

Ein Loch in der Brust

das Herz herausgeschnitten

das Gesicht verschwunden

so gross ist meine Wunde